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Lernen Sie den Handel mit Optionen.

7 Schritte für einen gelungenen Einstiegstrade.

Dies ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung die Ihnen dabei helfen soll den nächste Trade erfolgreich zu positionieren.

Hierbei handelt es sich um eine strategische Zusammenfassung die Ihnen das Filtern und die Selektion nach guten Trades erleichtern soll.

Wir haben die Reihenfolge für Sie gezielt ausgewählt um Ihnen Zeit zu sparen, damit Sie selbst schnell entscheiden können ob ein Trade Ihre Zeit wert ist oder nicht und Sie die weiteren Schritte fortfahren.
7 Schritte für einen gelungenen Einstiegstrade.
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1. Passt der nächste Trade in mein Portfolio?
Die ersten beiden Fragen die Sie sich selbst stellen sollten bevor Sie einen neuen Trade platzieren sind

"Brauche ich diesen Trade wirklich?" und "Passt er in mein aktuelles Portfolio?"

Wenn Sie bereits viele Bullish Trades haben, sollten Sie sich fragen ob Sie wirklich noch einen weiteren brauchen oder ob Sie nicht lieber einen "Bearish" Trade platzien wollen. Gegebenenfalls passt ein Richtungsneutraler Trade besser?

Das gleiche gilt für die Zusammensetzung Ihrer Sektoren bzw. Anlageklassen. Handeln Sie nur Aktien-Optionen oder auch eventuell Optionen auf Rohstoffe oder Devisen?

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein ausgeglichenes Portfolio um Ihr Risiko zu minimieren. Wenn Ihr Portfolio also bereits sehr "Bullish" ist, sollten Sie nach ein paar Trades auf der anderen Seite ("Bearish") oder nach neutralen Trades Ausschau halten.

Wenn Sie von Anfang wissen wonach Sie für Ihr Portfolio suchen, sparen Sie sich Zeit und haben Ihren Fokus auf den relevanten Trades für Portfolio.

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2. Wie viel Liquidität benötige ich für einen guten Ein-und-Ausstieg?
Ein kurzer Blick auf die Liquidität der unterliegenden Wertpapiere (z.B. Aktien) und den einzelen Optionen verrät Ihnen schnell welcher Trade gut oder schlecht ist. Dabei empfehlen wir Ihnen nach unterliegenden Wertpapieren mit einem Handelsvolumen von mindestens 100.000 Anteilen pro Tag zu suchen.

In sehr liquiden und effizienten Märkten wie diesen werden Ihre Wahrscheinlichkeiten mit der Zeit genauer sein.

Für die einzelnen Optionen empfehlen wir Ihnen einen Open Interest von mindestens 1.000 offenen Verträgen. Hiermit stellen wir sicher, dass die Geld/Brief Spanne klein ist und wir schnell rein und raus aus den Trades können.
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3. In welchem Verhältnis steht die Implizierte Volatität (IV) zur Historischen Volatilität (HV)?
Nachdem Sie Ihre Auswahl bereits anhand Ihrer Portfoliozusammensetzung und der Liquidität der einzelen Wertpapieren mit liquiden Optionen minimiert haben sollten Sie einen genauen Blick auf die aktuelle Implizierte Volatilität (IV) und ihr Verhältnis zur Historischen Volatiltät (HV) werfen.

Dabei gilt es zunächst zwischen hoher und niedriger IV im Verhältnis zur HV zu unterscheiden. Dies können Sie anhand des IV Percentiles oder IV Ranks machen.

Als Beispiel nehmen wir das IV Percentline, welches Ihnen verrät in welchem Verhältnis die IV zur HV steht und somit die Wahrscheinlichkeit Ihres Trades definiert. Bei einer Aktie die z.B. eine IV von 45% hat und ein IV Percentile von 85%, wissen wir, dass in 85% der Fälle die IV von 45% in Zukunft niedriger sein wird als aktuell. Mit dieser Information sollten wir uns daher auf den Verkauf von Optionen (Premium) fokussieren. Umgekehrt sieht das ganze bei einem niedrigen IV Percentile aus, bei dem wir uns auf den Kauf von Optionen fokussieren.

Anhand dieser Information wissen wir nun ob wir Käufer (Long) oder Verkäufer (Short) von Optionen sein sollten.
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4. Welche Optionsstrategie soll ich auswählen?
Die Auswahl der passenden Optionsstrategie sollte vielmehr eine Eleminierung vorhanderer Möglichkeiten als eine Selektion Ihrerseits sein.

Da Sie im vorherigen Schritt untersucht haben wo die Implizierte Volatilität im Verhältnis zur Historischen Volatilität Ihres ausgwählten Werpapieres steht können Sie jetzt alle Strategien die keinen Sinn für Ihren Trade machen eleminieren.

Wenn die Implizierte Volatilität im Verhältnis sehr hoch ist, wissen Sie, dass alle Strategien die den Kauf von Optionen implizieren wegfallen. Diese wären z.B. Long Singles, Debit Spreads, Long Straddels usw. – In einem solchen Set-Up machen Strategien den Verkauf von Optionen beinhalten mehr Sinn, wie z.B. Short Singles, Credit Spreads, Short Straddles usw. – eine Übersicht über die wichtigsten finden Sie auf unserer Webseite.

Vergessen Sie jedoch nicht aus Schritt 1, welche Richtung Sie einnehmen wollen, denn Sie können "Bullish" Trades sowohl mit dem Kauf (Long) als auch dem Verkauf (Short) von Optionen platzieren. Dies gilt genauso umgekehrt, indem Sie "Bearish" Trades mit Long oder Short Positionen einnehmen können.
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5. Welchen Strike Preis wähle ich aus und welches Verfallsdatum?
Nachdem Sie alle vorherigen Schritte durchgegangen sind und jetzt wissen welche Strategie Sie für welches Marktumfeld und Wertpapier anwenden möchten, stellt sich nun die Frage nach dem passenden Strike Preis und Verfallsdatum.

Die Auswahl nach dem passenden Strike Preis definiert Ihre Wahrscheinlickeit, dass der Trade zu Ihren Gunsten aufgeht und die Aggressivität die Sie dabei eingehen. Daraus ergibt sich Ihr Risiko/Chancen Verhältnis. Dies kommt ganz auf Ihre individuelle Risikobereitschaft und Markteinschätzung an. Stellen Sie hier sicher, dass Ihre Ziele mit dem passenden Positionierung umsetzen.

Des Weiteren müssen Sie sicher stellen, dass Sie Ihrem Trade genügend Zeit geben sich zu Ihren Gunsten zu entfalten. Unsere Faustregel ist hier einen Zeitraum von 30-60 Tagen bei hohen IV Trades und 60-90 Tagen bei niedrigen IV Trades auszuwählen. Der längere Zeitraum für niedrige IV Strategien gibt uns mehr Zeitwert um gegen die niedrige Volatilität anzukämpfen.
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6. Welche Positionsgröße/ Wie viel Risiko sollte ich eingehen?
Die Bestimmung der richtigen Positionsgröße und damit Ihres Riskios ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Überlegung die Sie treffen müssen. Leider kommt es immer wieder vor, dass selbst erfahrene Händler diesbezüglich große Fehler machen. Das wichtigste: Halten Sie Ihre Postionsgrößen klein, um die Wahrscheinlichkeiten auf Ihre Seite zu bringen. Mehr dazu können Sie auf unserer Webseite nachlesen.

Wir raten Ihnen die Positionsgrößen anhand der verschiedenen Marktphasen und Opportunitäten zu bemessen und zwischen 1-5% Ihres Portfolios pro Trade zu allokieren.

Bei dem Verkauf von Optionen gilt es dabei Ihren Margin Impact oder Maximal Verlust im Auge zu behalten und die Positonsgröße daran zu bemessen.

Bleiben Sie stets klein mit Ihrem Maximalverlust pro Trade und erhöhen Sie somit Ihre Gewinnchancen langfristig.

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7. Worauf muss ich nach der Platzierung meines Trades achten?
Fangen Sie an einen Schritt voraus zu sein und überlegen Sie sich im Vorfeld schon einen Plan B aus, falls einer Ihrer Trades daneben geht. Ein guter Optionshändler kann eine ungünstige Lage zu seinem Vorteil ändern.

Wenn Sie Aktien-Optionen handelt, sollten Sie stets wissen wann die Aktien Dividendenauszahlungen haben, wann die nächsten Quartalszahlen anstehen, was Ihnen der aktuelle Char verrät, wie die aktuelle Nachrichtenlage ist, die Analystenbewertungen, usw.

Bei Optionen sollten Sie sich auch generell überlegen, was Sie machen könnten, wenn die Aktie bzw. Das Wertpapier gegen Sie geht, in Ihre Richtung geht oder sich kaum bewegt. Sie können sich dann überlegen, ob es eventuell Sinn machen würde die Option in den nächsten Monat zu rollen und schon einmal sehen ob es überhaupt Optionen mit dem gleichen Strike Preis im nächsten Monat gibt.

Wenn Sie sich diese Gedanken machen bereiten Sie sich schon einmal unterbewusst auf verschiedene Szenarien vor und können dementsprechend schneller reagieren, wenn diese eintreten (was unvermeidlich ist).